Montag, November 06, 2006

Premiere – Ein Blog vom „Trainer“

Guten Tag liebe Gemeinde,

Hallo Blog – Leser,

der wohl beste Blog Schreiber der Welt, unser Captain aka Rubsen, kann diese Woche leider keinen Blog verfassen, weil er aufgrund seiner Abwesenheit nicht über das Wissen vom letzten Training verfügt. Also versuche ich (der Trainer), diese Woche mal den Blog zu schreiben. An dieser Stelle muss ich direkt schon sagen, bitte erwartet nicht eine solch stilvolle Aneinanderreihung von Buchstaben und Worten wie bei unserem Ruben. Ich habe halt kein Abitur ;-)

Treffen um 16:00 Uhr am Stadion. Eingetroffen pünktlich wie die Maurer: Bolzkönig Rocke, Tormann Sascha und meine Wenigkeit. Die anwesenden Personen machten nicht wirklich den Eindruck, als ob sie überhaupt in der Lage wären, einen Ball zu treten. Die Geburtstagsparty von Matthias steckte allen noch in den Knochen, naja nur die Harten kommen in den Garten! Kurze Zeit später trudelten dann Maik und Menges ein. Beide hatten eine Fahne wie die gesamte erste Mannschaft nach einem 5:0 Sieg gegen Polch.

Die A-Jugend des SV Ochtendung hatte noch nicht genug von letzter Woche und wollte erneut ein Spiel gegen unser Team. Leider beschränkte sich am heutigen Tage das Team auf ganze fünf Leute. Doch zum Glück kamen nur drei Spieler der A-Jugend, sodass doch ein kleines Spiel möglich war.

Soweit, so gut… Allerdings gab es ein schlüsseltechnisches Problem. Es hatte nämlich niemand einen! Lothar K. war nicht im Lande und auch sonst war niemand in der Lage den Schlüssel für das Stadion zu besorgen. Brauchbare Ideen wie „Drüber klettern“, „Tür aushängen“, „Kassenhäuschen verschieben“, „Zaun aufschneiden“ und weitere kriminelle Vorhaben konnten nicht umgesetzt werden. Uns blieb also keine andere Wahl: Ab auf den Bolzplatz!

Dort angekommen glänzten die Spieler des SC Sprittköpp 06 mit gekonntem Standfußball. Maik hatte am Ende des Spieltages ungefähr 5 Ballkontakte auf seinem Konto. Menges, auch TingelTangelMenges genannt, übte sich in Luftakrobatik und mimte den sterbenden Schwan. Oder vielleicht eher eine ganze Schwanenfamilie. Versuchte Hackentricks und Kopfbälle gingen eher nach hinten los. Auch die taktischen Zeichen die er uns gab, konnte leider keiner verstehen. Wahrscheinlich war er einfach zu betrunken, um alle Körperteile kontrollieren zu können. Sascha und ich liefen ein bisschen auf dem Platz herum und versuchten uns nicht die Beine in diesen metertiefen Schlaglöchern zu brechen. Nachdem wir FÜNF! die drei Spieler der A-Jugend mit unserem Standfußball deklassiert hatten, verloren diese Schnell die Lust und fuhren nachhause. Sorry Jungs, aber wenn wir eins können, dann ist es Standfußball. :)

Nachdem TingelTangelMenges uns gezeigt hatte, dass er von 10 versuchten Standardsituationen keine einzige umsetzen konnte, sondern den Ball lieber direkt 10 Meter über das Tor schoss oder die „Flankenbälle“ direkt im Wald versenkte, haben wir es gut sein gelassen. Nach einem gemeinsamen Bierchen (danke an den Spender Rocke) fuhren also alle gegen 18:00 Uhr wieder nachhause.

Nächste Woche trainieren wir ausgiebig die dritte Halbzeit! Treffen ist an der Bierbude der Ochtendunger Kirmes! Ich denke mal die ersten werden zwischen 14:00 und 15:00 Uhr eintreffen. Also bis an Kirmes….

Ach, eins noch… Wer Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder sonstige Fehler, die ein Text haben kann, findet, der kann mir für jeden Fehler ein Bier am Sonntag ausgeben!

Freitag, November 03, 2006

Premiere! Das erste Spiel

Die Woche ist schon fast vorbei, aber leider blieb vorher keine Zeit, um einen ausführlichen Bericht des vergangenen Sonntag zu verfassen.
Wie die Überschrift bereits vermuten lässt, hatten wir unsere erstes Spiel. Wobei Spiel eigentlich in Anführungszeichen gesetzt werden müsste, aber dazu später mehr.
Nach der Ankunft im Stadion wurde erstmal eine Runde gebolzt und nach ein paar Spielzügen kam Lothar K. auf die Idee, dass wir doch gegen die A-Jugend vom ortsansässigen SV antreten könnten, die ringsum den Platz verteilt waren. Gesagt, getan!
Die Aufstellung unsererseits:
  • Torwart: Sascha (Ersatz: Pierre)
  • Rechtsverteidiger: Rubsen
  • Innenverteidiger: Chris (der Große)
  • Linksverteidiger: Bodo
  • "Sechser": Maik
  • Zentrales Mittelfeld: Chris (nicht der Große)
  • Sturm: Rocke und Dickler
Zu unserem Glück kam hinzu, dass der Gegner einen Spieler weniger aufzubieten hatte.

Das Spiel startete und schnell wurde ersichtlich, dass wir so noch nie zusammen gespielt haben: lautes Gebrülle quer über den Platz, unkoordinierte Aufrückversuche, Missmatches im Mittelfeld, das volle Programm eben...
Die technisch versierten (immer im Gegensatz zu uns gesehen) Gegner machten die ganze Geschichte nicht gerade einfacher. So fiel folgerichtig das 1:0 für die A-Jugend. Bei dieser Gelegenheit kollabierte die Hintermannschaft samt aller zurückgeeilter Offensivkräfte das erste Mal. Und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir alles andere als gut beim Toreverhindern aussahen...
Nach dieser kalten Dusche fingen wir uns erstaunlich schnell und hatten danach das Spiel nicht nur im Griff, sondern hätten mehr als zwei Tore bis zur Halbzeit schießen müssen. Unglücklicherweise traf auch der Gegner kurz vor der Halbzeit und so ging es mit einem 2:2 in die Kabine, in der Lothar K. dankenswerterweise alkoholische Kaltgetränke bereitgestellt hatte. Danke Lothar und nochmals Alles Gute nachträglich!

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erfolgte eine Umstellung in der Verteidigung: Rubsen rückte in die Mitte und Chris (der Große; wir brauchen unbedingt neue Rufnamen für unsere Namenszwillinge!) deckte von nunan die rechte Seite. Das Spiel wurde nun offener und vor allen Dingen kam es zu deutlich mehr Torraumszenen. Die letzte dieser Szenen konnten wir zum 7:7 Ausgleich nutzen, worauf kurz danach das Spiel auch abgepfiffen wurde.
Kommen wir aber nun zur zwingend notwendigen Manöverkritik:

- Dass es jede Menge Abstimmungsprobleme gab, war zu erwarten, daher nehmen wir diese Problematik momentan als gegeben hin und regen uns gar nicht darüber auf. Das schont Nerven und Stimmbänder ;)
- Nächstes Training bekommt jeder einen Kompass in die Hand gedrückt, der permanent aufs gegnerische Tor ausgerichtet ist. Was wir mal wieder alles verballert haben! Dabei waren einige Aluminiumtreffer, die physikalisch eigentlich gar nicht möglich sein sollten. Fürs nächste Spiel laden wir Stephen Hawking ein, der uns erklärt, warum ein Ball in einem 180-Grad-Winkel (verdammt, wo ist das "Grad" Zeichen auf meiner Tastatur?!) vom Schlappen rutschen kann.
- Das Aufrückverhalten der Abwehr war, dezent gesagt, für den Ar###! Dazu keine wahrnehmbare Antizipation und das Zweikampfverhalten viel zu lasch (wobei dabei zu relativieren bleibt, dass man in einem Trainingskick ja auch nicht unbedingt die Blutgrätsche auspacken muss ;) ).
- Irgendwann müssen wir erkennen, dass der einfache Ball in der Regel auch tatsächlich der erfolgsversprechendere Ball ist. Natürlich sind Abspiele in Doppeldeckung für einen Adrenalinschub beim Angespielten gut, furchtbar erfolgreich sind diese allerdings nicht.
- So ein Fußballplatz ist einige Meter breit. In Überzahl muss viel öfter das Spiel in die Breite gezogen werden. Problematisch ist das natürlich darum, weil wir dann ja auch mehr laufen müssten, daher dürfte diese Taktik in den nächsten Spielen, wenn überhaupt, nur zögerlich umgesetzt werden.
- Persönliche Notiz für Christian M.: wenn dir gesagt wird, dass du "gehen" sollst, bedeutet das keinesfalls, dass man den Ball eine Sekunde später hektisch nach vorne schlagen muss. Wenn du hysterisch angebrüllt wirst doch endlich "das Ding rauszuhauen", dann, ja dann darfst du nach Herzenslust bolzen, aber bitte nicht mehr, wenn der nächste Gegenspieler geschätzte 13 Meter von dir entfernt ist und deine Nebenspieler mutterseelenallein auf dem Platz stehen ;)

Fazit: war 'ne Mordsgaudi, auch wenn bei uns sicherlich nicht alles optimal lief. Gute Ansätze waren zu erkennen, darauf lässt sich aufbauen.
Vielen Dank auch an die Jungs der A-Jugend, die es mit uns ausgehalten haben.