Mittwoch, Juli 18, 2007

We kick ass - oder auch nicht...

Es wird langsam zum Running Gag nach Ausreden danach zu suchen, warum der letzte Blogeintrag eine Ewigkeit her ist. Um diese lieb gewonnene Tradition fortzuführen, ganz kurz eine mehr oder weniger vollständige Liste der Gründe der Verzögerung:

- die globale Klimaerwärmung

- der damit zusammenhängende viel zu hohe weltweite Ressourcenverbrauch

- die CSU

- die deutsche EU-Ratspräsidentschaft

- diverse Geburtstage

- Wolfgang Schäuble

- die CSU

- xy’s (hier bitte den Namen eines Radrennfahrers deiner Wahl einsetzen) Dopinggeständnis

- das Thekenmannschaftsturnier des 1. FC 08/15

Eeehm, Moooment mal… achja, das Turnier ist ja der Grund für diesen Eintrag (Notiz an mich selbst: beim Verfassen langer Listen niemals vergessen, worauf man hinaus will)!


Setting: Ochtendung, Jakob-Vogt-Stadion, Samstag Mittag

Für den größten Auftritt des Jahres hat sich der SC Sprittköpp 06 in Schale geworfen. In einer Weltpremiere präsentierten wir unsere neuen Trikots (vielen Dank an Mäßyou für das Logo). Klassisches Schwarz, dezent weiß abgesetzt, schwarze Hosen, schwarze Stutzen.

Einziges Problem bei der Sache: 33 Grad Außentemperatur und Sonnenschein. Naja, Hauptsache wir sehen gut aus…

Um 13:30 Uhr waren alle versammelt und man suchte sich einen schattigen Platz, wo man das Feldlager der Sprittköpp aufbaute. Pünktlich um 14 Uhr sollte das Turnier beginnen, was sich auch daran zeigte, dass auf dem Spielfeld hektisches Treiben zu beobachten war. Ungefähr jeder der unfallfrei geradeaus laufen konnte, machte sich warm. In einer meisterlichen Kombination aus Auffassungsgabe, Pragmatismus und Prinzipientreue formulierte Rubsen daraufhin das Leitmotiv des Tages: „Wer zuviel trainiert, hat zuwenig Talent!“ Also nutzen wir unsere Anwesenheit auf dem Platz strikt dazu Mannschaftsfotos machen zu lassen. Einen großen Dank in diesem Zusammenhang an unsere Schlachtenbummler und Cheerleader, die den ganzen Tag mit uns aushielten. Starker Support garniert mit einem SC Sprittköpp (wobei „köpp“ mit 3 p geschrieben wurde) Plakat. Jede Kurve in der Bundesliga ist neidisch auf euch!

14 Uhr: Anpfiff SC Sprittköpp vs. Draisinenclub Plaidt.

Keine Minute gespielt und die Jungs aus dem Nachbarort kommen gefährlich vor unser Tor. Linksverteidiger Russe ist etwas zuweit weg von seinem Mann, der passt nach innen, wo Rudi und Rubsen der festen Überzeugung sind, dass man von soweit weg nicht draufhalten kann…tja, Arschlecken. In hohem Bogen schlägt der Ball unhaltbar im rechten Winkel unseres Tors ein. Kein Problem, wir haben ja noch fast das ganze Spiel vor uns.

Mit der Zeit bekommen wir das Spiel besser unter Kontrolle, scheitern aber immer wieder am gegnerischen Kasten. Bis kurz vor Schluss: Rubsen – Rocke – Chris – Schuss – Tor!

Da war er: der erste Punkt in der kurzen aber durchaus glorreichen Karriere der Sprittköpp. Derart euphorisiert ging es zurück zum Feldlager, wo erstmal die ersten beiden Bierkisten gekauft wurden, schließlich hatte man nun eine halbe Stunde Freizeit.

Der Preis für den kämpferischsten Spieler des Spiels geht übrigens an Bodo. So elegant hat noch niemand millimeterbreit vor dem eigenen Strafraum mit einem rüden Foul geklärt ;-)


Zweites Spiel gegen den 1. FC 08/15

Das Losglück wollte es also so: Trümmertruppe gegen Turniermitfavorit (falls jemand noch nicht mitbekommen haben sollte, wer wer ist: wir sind nicht der Mitfavorit).

Wir konnten uns erstaunlich gut halten, lagen aber trotzdem 1:0 zurück. Bis die bereits einmal erfolgreiche Kombination nochmals startete: Rubsen – Rocke – Chris – Schuss – Tor! – Scheisse – Pfosten. Okay, hat nicht sollen sein. So standen wir also schon nach dem zweiten Spiel mit dem Rücken zur Wand: jetzt waren Punkte gefordert um noch weiter zu kommen.

Dies bedurfte einer intensiven Planung und so verbrachten wir die nächsten 1,5 Stunden damit unseren zweiten Platz im Trinkpokal (ja, das war eine eigene Kategorie bei diesem Turnier! Böse Zungen behaupten übrigens, dass es uns nur um diesen Pokal ging und wir nur zur Tarnung am Turnier teilnahmen. Das ist natürlich eine unglaublich böswillige Unterstellung, die wir in den Bereich der Legenden, Fabeln und CDU-Wahlversprechen verbannen wollen) zu verteidigen und nebenbei kleinere Feinjustierungen in der Taktik vorzunehmen.


Drittes Spiel gegen das Radsport Team Ochtendung.

Unsere Fragen nach evtl. Blut-, Testosteron-, oder Blutdoping wurden uns nur mit einem verschmitzten Lächeln beantwortet. Naja, in dubio pro reo, wir sind ja nett.

Erstaunlicherweise weiß ich von dem Spiel gar nicht mehr soviel, aber eine Szene hat sich wohl auf alle Ewigkeit in meine Seele eingebrannt: die direkt verwandelte Ecke des RST zum 1:0 Endergebnis. Dafür finden nichtmal wir eine passende Ausrede… Niemand am kurzen Pfosten, der Torwart spekuliert auf den langen Ball,… uns blieb auch gar nix erspart.

Etwas unglücklich, da wäre für uns durchaus mehr drin gewesen.

Leider bedeutete dies das vorzeitige Aus für uns. Allerdings hieß das nicht, dass wir weniger Party gemacht hätten. Die Stimmung war großartig, Schenkelklopfer (ob freiwillig oder unfreiwillig bleibt mal dahingestellt) reihte sich an Schenkelklopfer und schwupps stand das letzte Spiel an: gegen die Mannschaft aus Lonnig (sorry, Name vergessen).

Sieglos wollten wir uns nicht verabschieden, um so härter traf uns der 0:1 Rückstand. Aber gänzlich ungeschockt glich Dickler zum 1:1 aus und erhöhte kurz vor Schluss mit einem toll herausgespielten Tor zum 2:1. Einmal noch kurz Durschnaufen als eine nicht näher genannte Person (war es der Autor??!!) unbedrängt vor dem eigenen Sechzehner einen Querpass in den Lauf eines Lonniger Angreifers spielte, dieser aber verzog. Schlusspfiff, Jubel überall (zumindest bei uns) und volle Konzentration auf die dritte Halbzeit.

Auch dort schlugen wir uns großartig und belegten am Schluss Platz 2 im Trinkpokal. Der Sieg ging hier an das RST. Dem allgemeinen Zustand unseres Teams zufolge hätten wir die Pro-Kopf-Wertung allerdings haushoch gewonnen.

Das Turnier gewannen am Schluss die Jungs von den Bürgerstubenbuben und zwar zurecht.


Fazit unsererseits:

Dachten wir vor dem ersten Spiel noch, dass wir übelst abgezogen werden, so konnten wir uns doch ganz gut halten und wurden mit 4 Punkten Gruppendritter. In unserer offiziellen Sprachregelung sind wir also Dritter geworden. Hört sich doch gleich viel besser an.

Vielen Dank an den 1. FC 08/15 für die Organisation und allen die mitgeholfen haben, diesen Samstag zu einem geselligen und spaßigen Tag zu machen.


Das Team des SC Sprittköpp 06:

Tor: Sascha

Verteidigung: Bodo, Meng de Peng, Rubsen, Rudi, Russe

Mittelfeld: Chris, Maik, Räppel

Sturm: Dickler, Rocke

Taktische Unterstützung: Pierre

Spitzen Support: Becci (1), Becci (2), Tanja, Tanjas Bruder, Steffi, Tina, Nicole, Mäßyou, Debbi, Julia, Ingo Böhme Tennisgott, das kleine Megaphon, das SC Sprittköpp 06 Plakat

Alkoholischer Support: Dennis Hilger, Buggy und Konsorten

MVP: Sascha (1a Paraden) und Rudi (überall wo Not am Mann war)